Shinni's Zoo
Gratis bloggen bei
myblog.de


shi's Blog

18.12.08?

Wuha is ja schon paar Tage her , wo ich den Autounfall hatte. Der Typ hat natürlich seine Rechnung vorbeigebracht u lässt sich wegen ein paar Kratzern die ganze Rückfront neu machen für 840€ .
Ich hab zwar ne Vollkasko aber mit 300€ Eigenbeteiligung lalala.
Boah ich hab gestern ne halbe Flasche Vodka hintergeknallt u überall hab ich diese Zeichen hinterlassen....auf meinen Zigaretten stehen seltsame Worte und ich hab Notizzettel mit komischen Zeichen vollgemalt.
Dann hatte ich wohl auch noch Harry Potter geguckt und da geheime Botschaften wahrgenommen die ich mir auch aufgeschrieben hab.

Mein Vater wundert sich warums bei mir immer so nach Rauch stinkt XD "Das sind die Räucherkerzen"
Riecht zwar eindeutig nach Kippe aber naja |D

Heut früh war mir voll schlecht, Durchfall und so weiter.

Und ich finds ja ma sensationell, dass sich Dennis bei mir gemeldet hat.

Dann hab ich gestern mit Ban geschrieben, sie hat einige Achatschnecken aus der Schule gerettet. Falsche Haltung, kein Kalk, 50Jungschnecken auf 50cm.irgendwelche Parasiten......nächstes Jahr will ich mit ihr dort die meisten Schnecken rausholen, die ich dann an die Achatschnecken Auffangstation weitervermittel. Handelt sich wohl um ca 50 Achatina Fulica. Die werden bei mir bis zum Frühjahr erstmal untergebracht.

Gestern hat mich son dummer Typ von der Arge angerufen u meinte ich brauch ne Zustimmung von Torgau, dass ich umziehen darf. Son Scheiß. Aber immerhin wurde meine 50m" Wohnung schonmal bestätigt :D
shunsuke am 18.12.08 18:29


17.12.08

Es gibt doch einen Gott )

Gestern hat sich mein Lieblings-Pfleger aus Dresden gemeldet ))

Und hat die Info hinterlassen, das ich ihn auf Station anrufen darf.
Hab ihn dann nachts angerufen und es war einfach toll, er hat voll gehofft das ich anrufe :DD
So einen lieben ,tollen Menschen gibts nur einmal *~*
Das Telefonat hat zwar nicht soo lange gedauert aber es war echt toll :OOO
shunsuke am 17.12.08 13:31


10.Dez.08

Meine Wohnung ist weg.
Ich hab wieder angefangen mich zu verletzen, zu trinken, zu rauchen.....
Ich will mit dem Leben nichts mehr zu tun haben.
Shunsuke am 10.12.08 18:51


7.dez

Ich hatte gestern wieder einen Rückfall. Aber wenigstens nicht geritzt, sondern anderwaltig verletzt. Ja für mich ist das schon nen Unterschied.
Ich hab eh niemanden , mit dem ich darüber reden kann.
Therapeutin?
Kann ich gleich stecken lassen. Die ignoriert mich eh nur noch und will nur ihr Geld kassieren.

Meine Eltern..Ich hasse sie so sehr. Ich komme mir schäbig vor, dass ich sie hasse.
Und dann gestern, dieses kontrollieren.
Ich habe mit Domi getelt und meine Mutter hat alles belauscht und mich dann gefragt, warum ich meine Familie schlecht mache???
Das fragt sie allen ernstes?
Ich hab sie nichtmal schlecht gemacht, ich hab nur gesagt "Oma hats nichtmal gecheckt das ich stockbesoffen war..."
Ist doch ehr n Zeichen dafür , dass ich nicht beachtet werde...
Dann kam meine Mutter dauernd an u hat mich kontrolliert...der letzte Suizidversuch ist ja erst 2 Monate her.
Sie hat Angst, aber sie zeigt es mir nicht wie eine Mutter.
...ach egal ich bin eh bald weg.........
Für mich ist meine Mutter eh gestorben, seit sie mein Tagebuch gelesen hat.
shunsuke am 8.12.08 17:29


6.Dez.08

Meine Mutter macht mich fertig. Ok diesmal bin ich selbst dran Schuld weil ich bei rot geblitzt wurde....Ja so ist das wenn man ohne Kopf Auto fährt, aber ich hab nicht wirklich ne Alternative. Ich kann die Schuld nicht auf mich nehmen weil ich sonst 3 Jahre meinen Führerschein abgeben muss....und sie hat Angst das sie Fahrverbot bekommt wenn sie die Schuld auf sich nimmt. OPk ich würde sie immer zur Arbeit u überall hinfahren. Seh ich auch ein. Das Problem ist, das dadurch meine Zukunft zerplatzt. Ich wollte nächstes Jahr in die Tagesklinik in Leipzig..und danach immer nach Halle pendeln zur Reha psychisch beeinträchtigter Menschen blabla. Da passt es leider überhaupt nicht rein :/ .Zumal jeder weitere Tag in diesem Haus mich krank macht. Ich weiß ja das ich oft scheiße baue, aber habt ihr schon mal versucht abgeschnitten von sämtlichen Gedanken und Gefühlen zu leben? Ich fühl mich als hätte ich 2 Personen in mir und zu der 2. hab ich keinen Kontakt, aber die ist die jenige, die meine Gedanken und Emotionen steuert. Was mir als 1. Person bleibt ist die absolute Leere und Trägheit.
Zudem muss ich auch noch meine Therapeutin wechseln, was grad auch nicht so einfach ist. Gestern kamen mir tatsächlich für 5 Sekunden Gefühle zu dem Thema auf. Gefühle von Schmerz. -aber es muss sein. Sie macht mich nur unglücklich und sieht meine Probleme nicht. Ich hab kein Bock wie ein Schüler vor meiner Thera zu sitzen. Sie ist einfach ein bisschen wie meine Mutter, und das ist echt zum kotzen.
Ich ringe auch gerade ziemlich damit, mich zu verletzen . Kochendes Wasser über mich zu kippen und zu gucken ob nicht doch ein kleines Gefühlchen rauskommt. Ich fühle eigentlich nichts, mir ist alles egal.
Mich beschäftigen Alpträume, bzw müssten sie mich beschäftigen, aber ich habe keine Kraft zu denken.
shunsuke am 6.12.08 15:52


2.Dezember

Was ist es, was ich fühle?
Ich bin von der ersten Minute an dissoziiert oder...einfach weg, wenn ich zur Therapiestunde komme. Ich habe jetzt

ein Jahr gebraucht, um mitzubekommen, das ich mich in einem seltsamen Zustand befinde. Erst durch diesen

Gedanken, bin ich an die hintergründigen Gefühle gekommen.
Wie eine Bombe stürzt alles auf mich ein. In erster Linie, war das Gefühl Angst vor Veränderung.
Dann merkte ich, dass ich seit Monaten Tatsachen leugne, die einfach Fakt sind.
Meine Therapeutin triggert mich an meine Mutter, in ihrer Art.
Mir das einzugestehen, war ein Stich ins Herz. Bis jetzt wollte ich immer, dass die therapeutische Beziehung nie endet.

Aber ich stand einfach nur noch vor Tatsachen. Die beziehung kann mir keine Kraft und das nötige Vertrauen bieten.
Es wurde alles nach Schema F abgearbeitet, aber ich bin jetzt an einen Punkt gekommen, indem mir das einfach nicht

reicht. Ich will nicht in der Rolle eines Schülers, vor meine Therapeutin sitzen und mir Vorträge über Borderline

anhören. Was ich suche, ist ein geschützter Raum, in dem ich meine Probleme auch ansprechen kann, ohne dass diese

übergangen werden. Ich will, dass meine neuen Erkenntnisse wahrgenommen werden. Ich will klar denken können,

aber das kann ich nicht ,wenn mein Kopf immer Kilometer weit weg ist und auf Alarmbereitschaft gestellt ist.
Und das wichtigste überhaupt: Ich will als Mensch gesehen werden und nicht als Borderliner.
shunsuke am 4.12.08 18:12


Whats that fuck?
shunsuke am 4.12.08 16:17


Mein Lebenslauf

Meine Erinnerungen an meine Kindheit sind verschwommen, dennoch erinnere ich mich an einige Situationen. Zusammengesetzt ergeben sie ein Puzzlespiel. Der Großteil der kleinen unförmigen Stücke fehlt mir, aber ich werde trotzdem versuchen es zusammenzusetzen. Vielleicht wird mein Bild klarer werden.

01
Hast du mich lieb?
Ich sehe dich mit großen Augen an und hopse dann vor dir herum.
"Mutti hast du mich lieb?"
Du wirkst abgelenkt. Nimmst du mich überhaupt wahr?
Ich beschließe wieder in mein Zimmer zu gehen und stupse kleine Rennautos hin und her.
Mir ist langweilig und ich probiere meine anderen Spielsachen aus. Ich hebe meine Puppe vom Boden auf, sie schlägt die Augen auf und hallt mir unechte Worte ins Gesicht: "Mama!Mama!..."
Ich werfe sie gegen die Wand.
Sie gibt einen leises knacken von sich.
Eine Weile stehe ich einfach da und denke nach. An einem Bein ziehe ich die Puppe nach oben und werfe sie aufs Bett. Meine Augen blicken über meine Schulter.
"Tut mir leid.."

02
Einige Jahre scheinen komplett aus meinem Gedächtnis gestrichen worden zu sein, ich erinnere mich erst wieder an die Zeit ,kurz bevor ich in die Schule komme.
Ich bin draußen auf dem Hof und spiele mit der zugelaufenen Katze die ab und zu hier vorbeikommt. Dann öffnet sich die Haustür und meine Oma kommt die Treppe hinunter und läuft Richtung Straße. Ich beschließe ihr hinterher zu laufen und fange sie ab.
"Wo willst du hin?" , frage ich dich.
Du siehst mich traurig an und quälst dir ein lächeln auf "Zum Friedhof"
Ich runzle die Stirn und lasse sie gehen.
Am Abend liege ich in meinem Bett und beobachte die Schatten an der Wand. Sie scheinen kleine tänze aufzuführen. Ich ziehe mir die Decke weit über das Gesicht. "Was ich nicht sehe, macht mir auch keine Angst" Diesen Satz sage ich mir immer wieder, wie eine Art Schwur. Die Schatten die ich an der Wand sehe sind jetzt in meinem Kopf. Was wollen sie dort?
Langsam formen sie sich zu noch mysteriöseren Gestalten.
Doch dann, plötzlich sind sie weg. Unter meinen geschlossenen Augen blicke ich in die Leere. Ich scheine endlos in sie hineinsehen zu können. Sie geht weiter und weiter und irgendwie scheine ich sie mit dem Tod zu assoziieren. Wie paralysiert liege ich in meinem Bett und sehe dann plötzlich die Bilder meiner Uroma.
Alles vermischt sich und die Leere beginnt sich zu drehen.
Ich reiße die Augen auf und die Bilder in meinem Kopf verschwinden wieder.
Nacht für Nacht liege ich so im Bett und die Schatten mit ihrer gewaltigen Leere besuchen mich Nacht für Nacht.
Tagsüber habe ich manchmal ein komisches Gefühl.
Was wenn sich die Leere in mich rein gefressen hat? Oder wenn die Schatten einen Fluch auf mich gelegt haben, so das ich krank werde?
Vielleicht werde ich sterben, genau wie meine Uroma?
Ich beschließe vorsichtiger zu sein und meinen Körper genau zu beobachten.

03
Als ich in die Schule komme, läuft eigentlich alles ganz gut. Ich habe schnell eine Freundin gefunden, mit der ich gut klar komme. Wir verbringen manchmal die Zeit zusammen im Hort. Manchmal haben wir Papierflieger gebastelt und bemalt oder sind im Park rumgelaufen, der direkt vor der Schule ist.
Meine Mutter kommt manchmal ziemlich spät um mich abzuholen. Aber ich verstehe das, weil sie auf Arbeit viel zu tun hat.
Oft Langweile ich mich nachmittags aber auch und sehe die ganze Zeit auf die Uhr und warte, wann sie mich abholt.
Der Unterricht in der Grundschule war soweit ok, auch wenn mir das lernen manchmal aussichtslos vorkommt.
Ich verbringe meine Zeit in der Grundschule ziemlich still und zurückgezogen. Wenn ich rede, dann nur mit meiner Freundin.
Zu Hause in meiner Freizeit bin ich oft bei meinen Großeltern, die mit uns im Haus wohnen. Ich bin gern bei ihnen und ich musste vorallem nicht mit größeren Konsequenzen rechnen, wenn ich irgendetwas ausgefressen habe.
Ganz anders verläuft die Situation mit meinen Eltern. Meine Mutter setzt mich immer mehr unter Druck. Sie fordert mehr Leistung.
Ich versuche wirklich alles zu machen, aber mancha Dinge wollen mir einfach nicht in den Kopf.
Oft weine ich in meinem Zimmer, weil ich Angst habe zu versagen.
Die Schule ist nicht weiter mein Freund, ich beschließe sie als feindliche Festung zu betrachten.
Meine Gedanken sind oft ganz wo anders, ich schweife ab, weiter und weiter. Manchmal kämpfe ich gegen die Leere die in mir ist. Dann sind es wieder meine Eltern die mich beschäftigen. Ich habe Angst nach Hause zu gehen. Was wird sie machen ,wenn sie erfährt das ich in der Deutscharbeit wieder nur eine 3 habe? Der Gedanke daran bereitet mir Bauchschmerzen.
Als sie mich von der Schule abholt, steige ich still ins Auto. Ich sage kein Wort, nur "Hallo" . Zu Hause angekommen packst du deine Sachen von der Arbeit ersteinmal beiseite. Ich kann mir gut vorstellen wie anstrengend die Arbeit im Krankenhaus sein muss.
Meine Mutter fragt mich schließlich was ich in der Arbeit habe. Ich sehe zu ihr auf und mein Herz schlägt mir bis zum Hals. "Nur ne' 3", sage ich ihr. Sie sieht sichtlich genervt aus. Erst der Stress von der Arbeit und dann noch die schlechten Noten deiner Tochter, das ist einfach zu viel.
Du schreist mich an. "Wir sind das doch tausendmal durchgegangen", oder soetwas in der Art sagst du.
Ich spüre wie deine Hand gegen mein Gesicht knallt.Eine warme Flüssligkeit fließt mir über die Augen. Ich flüchte in mein Zimmer...
Die Leere hat sich in Angst verwandelt. Von nun an Tag für Tag.
Mehr lernen soll ich, auch in den Ferien.....Ich nicke nur. Es gefällt mir gar nicht. Hab ich nicht alles gegeben was ich kann?
Die feindliche Festung sieht von Tag zu Tag bedrohlicher für mich aus. Auch die anderen Kinder in meiner Klasse sind nicht sonderlich beruhigend.Oft schnauzen sie mich an. Lange dulde ich es, manchmal beiße ich einfach zurück. Ich habe die hänseleien satt.
Meine Freundin scheint mir nach und nach den Rücken zu kehren. Wir haben eine neue Mitschülerin bekommen die sich mit ihr anfreundet. Ihr werdet beste Freunde und ich eier drittes Rand. Es ist ok, ich komme damit klar. Ich sehe mich nach neuen Freunden um.
Doch oft war ich allein. Allein in meinem Zimmer und weinte.
Wie sollte ich dem geforderten Leistungsdruck standhalten?
Ich fühle mich dumm.
Als ich beim üben zu langsam lese, setzt mir meine Mutter die Brille meiner Oma auf, in der Hoffnung, ich hätte nur einen Sehfehler. Doch es war nicht so. Ich kann einfach nicht so schnell lesen, wie sie will. Ich sehe nur verschwommene Lettern und lege die Brille weg.
Du setzt mich weiter unter Druck. Ja, du startest sogar den Versuch mir einige Dinge zu erklären, aber ich verstehe nur Bahnhof.
Ich bin gefrusstest, aber schlucke es runter.
Meine Mutter hat mir neue Spielsachen ins Zimmer gelegt, als ich nach Hause komme. Ich freue mich. Sowas macht sie in letzter Zeit öfter, denke ich mir. Also gehe ich zu meiner Oma und spiele mit den neuen Sachen.

04
"Wir fliegen nach Mallorca", sagst meine Ma.
Ich freue mich, auch wenn ich nicht weiß, was oder wo das ist.
Ab jetzt fliegen wir regelmaäßig in den Urlaub. Meist in den Sommerferien. Manchmal auch noch im Herbst. Für mich heißt das in erster Linie keine Schule, keine Stress und vor allem keine Schläge.
Wahrscheinlich sind die Urlaube die glücklichere Zeit meiner Kindheit. Damals begreife ich das noch nicht und nehme es als selbstverständlich.
Ich entdecke meine Leidenschaft im tauchen und schnorcheln und jage kleinen Fischen hinterher. Oft unternehmen wir Tagesausflüge, in alle möglichen Gegenden. Ich erinnere mich nicht mehr.
Doch zwischen der materiellen Überflutung meiner Eltern und der Palmenidylle merke ich, dass auch hier ein Haken hängt der mich am Kragen packt und hin und her schüttelt. Stress durch Schule hatte ich im Urlaub nicht. Aber ich wusste nicht, dass er für meine Mutter nicht so erholsam war, wie für mich. Auch hier mache ich also Bekanntschaft mit ihrer schnellen Hand. Aber im großen und ganzen sind ist der Urlaub für mich schön, ich finde schnell Freunde und habe wohl selten so viel gelacht.

05
Zu Hause läuft alles seinen Gewohnten Gang.
Die Leere und Einsamkeit sind zu mir zurückgekehrt, meine Mutter ist wieder launischer, und meine geliebte steinerne Festung hat mich wieder......
Die Tage in der Schule werden Einsamer, auch wenn ich neue Freunde finde. Irgendwie bekomme ich das Gefühl nicht von ihnen akzeptiert zu werden. Ich bin verunsichert: Freund oder Feind? Dieses Spiel spielen sie jetzt nahezu jeden Tag in mir. Wenn ich allein mit einem von ihnen bin, sind sie nett und die besten Freunde, doch anders wenn die beiden zusammen treffen und ich dabei bin.....
Ich brauche lange, vlielleicht sogar ein Jahr und länger um zu merken, dass mich diese Freundschaften( sofern man das so nennen kann) kaputt machen.
Also konzentriere ich mich wieder stärker auf mich selbst. Spielen kann man schließlich auch allein.
Dennoch türmten sich die schlechten Tage. Ja manchmal habe ich sogar Glück und habe 2en in der Schule, was meine Ma milde stimmt und sie mich in Ruhe lässt.

06
Irgendwann kommt wieder ein Tag der schlechteren Noten. Wobei schlecht eigentlich auch nie schlechter als 3 ist. Ich habe ein schlechtes Gewissen, denn ich habe sogar komplett vergessen für die Arbeit zu lernen. Was wird meine Ma dazu sagen, wenn sie von der 3 erfährt? Nein vielmehr ,was wird sie dann tun? Imaginär höre ich schon den knallenden Aufprall ihrer Hand auf meiner Wange oder wie sie beide Hände nimmt und mich krfäftig schüttelt. Manchmal trifft mein Kopf auch auf die Kücheneinrichtung.
Die Leere ist da und wird nur von meiner steigenden Angst begleitet, die sich in diesem Moment aufbahnt. Ich bekomme Bauchschmerzen. Der Blick auf die Uhr verrät mir, das ich mich beruhigen kann. Sie wird mich erst um 3 Uhr abholen. Bis dahin kann ich mich im Hort auf andere Gedanken bringen und ein paar Bilder malen.
Die Zeit verinnt und mein Herz schlägt wieder schneller. Es scheint fast 3 Uhr zu sein. Viele Kinder wurden schon abgeholt oder sind mit dem Bus nach Hause gefahren.
Ich blicke auf dem Fenster. Sie kommt einfach nicht. Ich betrachte den Minutenzeiger auf meiner Uhr, wie er sich langsam der 12 nähert. Der kleine Zeiger trifft nun fast die 4. Ich frage mich wo du bleibst, du hast versprochen mich abzuholen.
Als es um 4 ist sagen mir die Erzieher, ich soll mit dem Bus nach Hause fahren. Ich will nicht, ich weiß meine Mutter hat es versprochen.
Notgedrungen gehe ich zum Bus, dann taucht endlich das mir bekannte Auto meiner Mutter auf.
Ich bin erleichtert sie zu sehen.
Skeptisch sehe ich sie an, als ich ins Auto steige. Hier stimmt doch was nicht. Diese Vermutung stelle ich allein deswegen auf, weil sie mich überzogen anlächelt. Das sieht ganz und gar nciht gut aus.
"Dein Papa hatte einen Unfall." Du versuchst fröhlich und gelassen zu klingen, aber deine Stimme zittert ein wenig.
Ich empfinde die Worte nichteinmal als schlimm, es hört sich für mich irgendwie an, wie: "Gehen wir einkaufen?"
Du sagst mir nur, dass wir ihn nachher besuchen gehen und es ihm gut geht.
Später erfahre ich erst das Das Betriebsauto in dem mein Vater saß auf eine Mauer zugesteuert ist und er durch die Scheibe flog.
Im Krankenhaus finde ich den Anblick meines Vaters seltsam. Er hat ein wirklich schwarzes Auge. Ich erkenne kaum seine Augen in diesem Bild von verquollener blau-schwarzer Haut. Auf dem Kopf hat er eine 12 Zentimeter lange Narbe.
Irgendwie bekomme ich langsam Zweifel an den Worten meiner Mutter, dass es ihm gut geht.
Aber er scheint wieder gesund zu werden.

07
Meinem Vater geht es schnell wieder besser. Die Schule läuft wie gewohnt. Ich bin immernoch Außenseiter, aber irgendwie habe ich mich daran gewöhnt. Als mich meine Mutter abholt, hat sie eine Überraschung im Auto. Sie hat mir einen Hamster gekauft.
Ich begutachte den Käfig mit großen Augen und beschließe ihn gleich meiner Oma zu zeigen.
Es macht mir Spass ihr mit dem Hamster in den Händen hinterherzujagen, weil sie denkt es wäre eine Maus. Wir beschließen ihn Susi zu nennen.
Ich habe endlich einen Spielpartner zu Hause, auch wenn er etwas klein ist und die meiste Zeit schläft.

08
Wir beschließen ein paar Verwandte zu besuchen: Meinen Onkel, meine Tante, meinen Cosin und meine Cousine.
Meine Cousine ist seit ihrer Geburt geistig behindert. Irgendwie finde ich es etwas blöd, ich hätte gern mit ihr gespielt.
Ich glaube wir haben damals den Geburtstag meines Onkels gefeiert. Es war eine gute Stimmung in der Wohnung und ich hab eigentlich immer gern jemanden besucht. Auch mit meinem Cousin komme ich ganz gut zurecht. Er ist ungefähr 5 Jahre älter als ich, ich war damals 7 oder 8.
Ich sitze auf dem Sofa, neben meiner Mutter und langweile mich langsam über die faden Unterhaltungen der Erwachsenen.
Mein cousin steht an der Wohnzimmertür und winkt mich zu sich. Ich freue mich, jetzt kann ich mit ihm spielen.
Er sagt mir, er wolle mir etwas in seinem Zimmer zeigen. Ich nicke und frage mich was er für ein neues Spielzeug hat.
Irgendwas ist seltsam, er geht auf sein Doppelstockbett und sagt das ich zu ihm raufkommen soll. also klettere ich das Bett hoch und setze mich zu ihm. Dann fängt er an sich auszuziehen . Er will mir etwas schönes zeigen, meint er. Ich frage mich was das wird. Der Anblick seiner Nacktheit bietet sich mir und ich sehe ihn leicht verwirrt an. Dann will er , dass ich mich auch ausziehe. Doch ich will nicht. Er redet auf mich ein und ich ziehe mir meine Sachen dann doch aus. Ich fühle mich nicht wohl.
Berühren soll ich ihn. Der Gedanke kommt mir abstoßend vor. Er nimmt meine Hand, ich ziehe sie weg. Seine Finger berührten meinen Körper und er will das ich das selbe bei ihm tue.
Mir ist unwohl.
Nach dieser Situation beschließe ich diesen Tag komplett aus meinem Gedächtnis zu verdrängen. Es gelingt mir auch, ich denke jahrelang nciht mehr an den Vorfall.

09
Irgendwie schaffe ich es die Jahre auf der Grundschule zu überstehen. Rückblickend empfinde ich die Zeit dort auch als gar nicht mehr so schlimm. Es ist eben vorbei. Zaghaft blicke ich nach vorn in die Zukunft. Ich werde nach den Ferien dann auf die Mittelschule kommen.
Meine Freunde, - oder doch nur noch Bekannten gehen aufs Gymnasium. Damit schwinden die letzten 2 Bezugspersonen die ich in der Schule hatte, um nicht immer allein zu sein. Wenigstens nicht in den Pausen, denn das wäre sicher auffällig gewesen, wenn ich allein rumsitze.
Schließlich werde ich ja so schon als zurückhaltend und schüchtern eingeschätzt.

10
Mir geht es besser als ich dachte. Die Mittelschule ist neu für mich und ich stehe praktisch ganz allein auf meinen zwei Füßen. Ich merke langsam, dass sich meine Eltern nicht mehr so sehr in mein Leben einmischen. Mit einem Atemzug sauge ich die neue Freiheit ein.
Mein Herz bebt. Nun scheint sich das Leben für mich so zu drehen wie ich es will.
Ich dachte es müsse wirklich so sein: etwas ganz Neues!
Das ist es dann auch. Ich beginne mich abgegrenzt von allen anderen durchzuschlagen. Schnellstmöglich versuche ich Freunde zu finden. Nur nicht wieder allein dastehen.
Es gelingt mir dann auch mich an eine Person heranzutasten, die ich schon in der Grundschule kannte. Die meiste Zeit verbringe ich in der Schule mit ihr und wir kommen einigermaßen gut miteinander aus. Wäre da nur nicht dieser eine Haken: Sie war unbeliebt bei allen, sehr unbeliebt.
Aber auf einer gewissen Weise bewundere ich sie sogar. Ja tatsächlich verblüfft sie mich: Unbeliebt und verspottet und dennoch hat sie genügend Kraft zu den Dingen zu stehen die sie sagt. Zugegeben sind das nicht gerade immer die intelligentesten..... Für mich kann ich dennoch etwas positives herausgewinnen oder vielmehr etwas Kraft, die ich in der Grundschule eingebüst habe.
Der Rest der Klasse war zum Teil neu. Das ist allerdings das wenigergroße übel an der Situation. Schlimmer für mich in diesem Moment sind die, die geblieben sind. Jene die mich hassen, vielleicht sogar verabscheuen. Doch zu zweit lässt sich diese Zeit einigermaßen überstehen.
Die Fächer in der 5. Klasse sind neu für mich aber dennoch ungewohnt einfach und überhaupt fließen mir die Einsen und Zweien nur so von der Hand. Auch mit meinen Eltern scheint es erstmal ganz erträglich zu laufen. Meine Mutter beginnt mich nichtmehr mit dem vollem Maße unter Druck zu setzen, sondern schraubt ihren Eifer zurück.
Es läuft von den Zensuren her gut, wirklich gut...
Aber irgendetwas ist wieder im Anmarsch, ich spürte es.
In mir beginnt sich ein Berg von vorjugendlichen Gefühlen anzustauen: Wut, Hass und Angst.
Was noch schlimmer ist, ich beginne tatsächlich daran zu zweifeln, ob meine Eltern immer richtig handeln.
Der Berg von Gefühlen, der sich in mir anstaut droht nach und nach einzubrechen. Ich beginne ihn abzubauen, doch das geschiet ganz unkontrolliert.
Meine Eltern scheinen erneut überfordert mit mir zu sein. Erst ziehe ich mich vor ihnen zurück und dann fange ich auch noch an sie anzumurren.
Schnell bekomme ich wieder die Antworten auf mein vorpupertäres Verhalten. Meine Ma beginnt wieder vermehrt mich zu schlagen. Diesmal scheint es nciht an den Zensuren zu liegen. Dabei dachte ich, ich hätte diese Ausraster von meiner Mutter hinter mir. Nun der Schein trügt auch hier...
Ich wage mir erst gar nicht dumpfsinnige Bemerkungen in ihrer Gegenwart zu machen. Vielmehr ist es manchmal einfach nur Sturheit und Wut. Ich spüre wie sie mich manchmal einfach überrollt. Zum ersten mal bin ich richtig wütend auf meine Eltern, aber ich versuche es soweit es geht zu verbergen.
Gefrustet von zu Hause hänge ich nun auch in der Schule etwas mehr durch als am Anfang. Doch es reicht immernoch für einen Durchschnitt von 1,7.

11
Langsam bereitet man uns nun auf die 6. Klasse vor.
Tatsächlich werden die Übungen in der Schule langsam anspruchsvoller, aber immernoch gut lösbar. Meine Freundin kommt weniger gut damit klar als ich. Ich merke irgendwie , dass sie auf der Strecke bleibt.
Mein Engagement schrumpft zusammen. Zu Hause beginne ich mich immer öfter hinter meinem fernseher zu verkriechen. Aber ich lerne auch und es reicht um gut damit leben zu können.
In der Schule geht alles drunter und drüber. Viele oberflächige Kontakte schwirren um mich herum. Sie sind nett, mehr nicht...
Ich werde zu einem immer größeren Mysterium für meine Eltern. Sie wählen für ihre Verzweiflung die Flucht nach vorn. Gegen mich, gegen ihr Kind.
Früh bricht oft Streit aus, manchmal auch Nachmittags. Ich bin mir nicht sicher ob es an mir liegt oder meine Mutter mit mir und ihrer Arbeit überfordert ist. Nein ich bin ihr nicht böse, zumindest denke ich das. Manchmal aber staut sich meine Wut und der Hass ins unermässliche. Ja, manchmal versuche ich sogar ansatzweise mich zu wehren, gegen ihre Grobheit.
Sie lässt mich spüren, dass es ihr Leid tut. Immer öfter bringt sie mir "kleine Geschenke" mit. Ich freue mich darüber, aber meist nicht lange.
Ich weine wieder viel, wünsche mir das meine Mutter einmal zu mir kommt und sich entschuldigt.
Meine Erwartungen werden enttäuscht...
Sind meine Eltern wirklich die Ursache für meinen Frust, für meine Verzweiflung oder die Wut? Ich beginne mich zu Fragen ob sie nicht vielleicht sogar Recht haben. Ja, es wird so sein müssen, schließlich sind sie meine Eltern. Das heißt ich bin Schuld. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ich begreife langsam, dass sie nur wegen mir diese Probleme haben, diesen Stress, diese Genervtheit. Jetzt muss ich mich schnell ändern, beschließe ich.

12
Ich mache die Nacht zum Tag und grüble nach. Stundenlang. Endlos. Die Angst hat mich als ihren Freund gewonnen und oft holen mich Situationen und Konflikte mit meinen Eltern wieder ein. Mein Kopf explodiert förmlich vor Gedanken.
Auch die nächtlichen Schatten haben mich wieder in ihren Bann gezogen.
Vielleicht ist es einfach besser gar keine Gefühle zu haben?
Ich spüre wieder die Leere in mir, der langsame Abfall jeglicher Gefühle die in mir verwurzelt sind.

13
In der Schule schweifen meine Gedanken oft ab, ich höre gar nicht mehr zu, nur noch vorbei. Mein Körper ist anwesend. Manchmal summe ich unbewusst Melodien herum.
Ich lasse nicht nach. Die Schule soll schließlich mein weiteres Leben bestimmen. Meine Eltern sagen mir das immer wieder und sie haben recht damit.
Das lernen fällt mir nicht so sonderlich schwer und alles nimmt irgendwie seinen lauf. Nur meine Eltern merken das ich nachlasse, sie denken ich habe schlechte Noten. Wie damlas in der Grundschule fängt das selbe Spiel wieder von vorn an. Sie setzen mich unter Druck, aber nicht so sehr wie in der Grundschule, dennoch deutlich spührbar.
Die Noten, die ich bekomme sind bunt gemischt, von 1 bis 5. Selten sind sie schlecht, aber ich bin gezwungen auch die schlechten meinen Eltern vorzuzeigen.
Meine Mutter ist wütend darüber. Ich auch...
Ich überlege mir, wie lange ich möglicherweise in der Stadt herumlaufen kann, um nicht nach Hause zu müssen. Die Angst vor ihrer Reaktion. Unvorstellbar.
Wieder fühle ich mich allein. Wie soll ich ihr das nun wieder beibringen?
Ich suche zuflucht bei meinem Hund. Manchmal schreie ich ihn sogar an. Manchmal werfe ich mit Gegenständen nach ihm. Es tut mir wahnsinnig leid.
Ich hoffe er wird es vergessen.
Dennoch ist er oft mein einziger Trostpunkt im Leben. Meine Tränen fallen auf sein Fell, perlen ab und tropfen herunter. Er sieht mich verständnisvoll an. Ich lege mich an seine Seite und schließe die Augen.
Wie soll ich Vorgehen? Es bedeutet für mich immer einen ungeheuren innerlichen Kampf, meiner Mutter meine Noten vorzuzeigen, die einigermaßen daneben gingen...
Ich überlege mir einen äußert cleveren Zug. Meine Oma.
Also erzähle ich ihr manchmal davon, wenn ich eine schlechte Note bekommen habe. Sie erklärt es dann meiner Mutter und sagt ihr "das sie nicht schimpfen soll".
Ganz wohl ist mir bei dem Gedanken nicht. Auch das ist ein heikles Spiel mit dem Feuer. Die Reaktion meiner Ma: uneinschätzbar und unvorhersehbar.
Einige Reaktionen von ihr schockieren mich regelrecht. Das eine mal überschüttet sie mich mit kleinen Geschenken. Ich bin verwirrt. Auch ihre Stimme klingt freundlich. Ich verstehe die Welt nicht mehr.
Meine Mutter ist nun das Mysterium Nummer 1.
Wie soll man da noch einschätzen was als nächstes kommt?

14
Ich verstehe meine eltern, insbesondere meine Mutter mit mir. Sie wird zu einer Schatztruhe mit unendlich vielen Schössern. Die Schlüssel scheint sie beliebig in der ganzen Welt verteilt zu haben.
Mein Alltag beginnt oft ins schwanken zu kommen. Der Kreislauf scheint perfekt zu sein: Strafe, Geschenke, Strafe, Geschenke; Schlechte Noten, Schläge, Schlechte Noten, Geschenke.
Letztendlich lässt sich dann auch die 6. Klasse gut überstehen, auch wenn der Durchschnitt auf 2,0 hochgerutscht ist. Danach steht mir nun wieder etwas neues bevor: Klassenwechsel. Eine neue Klasse, orientiert an einem bestimmten Profil.
Französisch? Nein ich mag keine Fremdsprachen. Hauswirtschaft? Kochen kann ich nun wirklich zu Hause genug. Ich wähle Wirtschaft....
Allerdings heißt das jetzt wieder, dass ich allein dastehe. Schon wieder. Meine Freundin wählt ein anderes Profil.
Die neue Klasse scheint auf den ersten Blick wirklich ok zu sein. Endlich keine Störenfriede mehr, die es auf einen abgesehen haben. Ruhe.
Nun beginnt die Suche nach Freunden erneut. Aber alles geht schneller als gedacht. Ich finde schnell einen Anschluss und endlich die Person, die auch in Zukunft noch neben mir stehen wird.
Shunsuke am 3.12.08 19:12


keine ahnung

es tut so weh.....warum denkt ihr so über mich?
warum denkst DU so über mich?
glaubst du wirklich ich bin schuld daran, was passiert ist? Wie soll ich damit leben, das du solch eine einstellung von mir hast?
wie soll ich jemals vergessen?
soll ich es hinnehmen?
alles einfach vorbeischweben lassen?

das ist doch alles nicht die realität..ich will hier raus.......
shunsuke am 19.7.07 23:24


10.07.07

Üff

Leben=Tod eines Anderen
Sterben= Flucht aus dem Kreislauf

List: 750 kcal =_=

Dafür ewig lange rumgelaufen <_<°
shunsuke am 10.7.07 21:00


 [eine Seite weiter]